Gut vorbereitet ins neue Leben

AWO-Einrichtungen der Frühen Hilfen arbeiten intensiv und fachübergreifend zusammen

Artikel: Hauspost/August 2016
Schwerin • Die Gründung einer Familie ist aufregend und herausfordernd zugleich. Viele Fragen stellen sich den werdenden Müttern, so auch Anna. Die junge Frau erwartete voller Vorfreude ihr erstes Kind. Um an alles zu denken und sich über Unterstützungsangebote zu informieren, suchte sie Rat bei der AWO.
„Wir haben die Arbeitsgruppe ,Frühe Hilfen’ ins Leben gerufen, um Menschen wie Anna bestmögliche Unterstützung bieten zu können. Wir tauschen uns untereinander aus, sorgen für eine gute Vernetzung und bereichern unsere Arbeit mit gegenseitigen Ideen“, erklärt Conni Hartwig, die als Koordinatorin der Frühen Hilfen auch stadtweit agiert. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen aus der Schwangerschaftsberatung, der Familienbildungsstätte sowie dem Begrüßungsdienst „Baby Willkommen“ trifft sie sich regelmäßig, um die Zusammenarbeit der Bereiche untereinander zu stärken. Eine Entwicklung, von der Anna profitierte.
Annas Schwangerschaft kam ungeplant, ihr Freund und sie wollten mit der Familiengründung eigentlich noch warten. Umso unvorbereiteter traf es sie. Annas Gynäkologin empfahl ihr, sich bei der Schwangerschaftsberatung Unterstützung zu suchen. Anna zögerte nicht lange, vereinbarte telefonisch einen Termin und traf wenige Tage später die AWO-Sozialpädagogin Stefanie Henschel in der Beratungsstelle. Diese informierte sie unter anderem über die Beantragung von Geldern, Mutterschutz und Elternzeit. Außerdem gab sie der werdenden Mutter Hinweise zu Geburtsvorbereitungskursen, Hebammen und der frühzeitigen Suche nach einem geeigneten Kita-Platz. Zuletzt gab die Sozialpädagogin Anna eine Karte vom Begrüßungsdienst der Stadt „Baby Willkommen“ mit auf den Weg. „Ich fühlte mich vom ersten Gespräch an in der Schwangerschaftsberatung sehr wohl. Dort erhielt ich den Hinweis, dass ein Geburtstvorbereitungskurs für mich sehr sinnvoll sei. Frau Henschel informierte mich über mehrere Angebote, ich entschied mich letztendlich für die Familienbildungsstätte“, erzählt Anna. Dort angekommen merkte sie schnell, dass sie nicht die einzige werdende Mutter war, die unsicher war, über das, was auf sie zukommen würde. „Wir möchten den zukünftigen Eltern und Müttern die Ängste nehmen und sie dabei unterstützen, sich bestmöglich auf die neue Situation vorzubereiten“, sagt Andrea Reinelt, Sozialpädagogin in der Familienbildungsstätte. Werdende Eltern können hier Kurse zur Geburtsvorbereitung und Säuglingspflege besuchen. Auch in Einzelterminen ist eine Beratung und Unterstützung möglich. Anna besuchte regelmäßig den Geburtsvorbereitungskurs, tauschte sich mit anderen Frauen aus und fing an, sich auf den großen Tag zu freuen.
Einige Wochen nach der Entbindung fand sie im Briefkasten ein Glückwunschschreiben der Stadt mit dem Hinweis auf den Begrüßungsdienst „Baby Willkommen“ und erinnerte sich an die Karte, die sie in der Schwangerschaftsberatung bekommen hatte. „Im Grunde lief alles gut, nur manchal wollte unsere Kleine nicht trinken. Da dachte ich mir, dass ein Rat ganz hilfreich sein könnte und rief beim Begrüßungsdienst an, um einen Termin zu vereinbaren“, erinnert sich Anna. Ausgestattet mit einer gut gefüllten Wickeltasche, dem Familien ABC und vielen weiteren nützlichen Dingen besuchte „Baby Willkommen“-Mitarbeiterin Marleen Altwein die junge Familie in ihrem Zuhause und begrüßte die neue Erdenbürgerin. „Unser Angebot stellen wir den Eltern frei. Wir besuchen sie gern zu Hause und haben bei Fragen und Sorgen natürlich ein offenes Ohr und vermitteln sie bei Bedarf an andere Einrichtungen weiter“, erzählt Marleen Altwein. So auch bei Anna, die nicht nur den Tipp, eine Stillgruppe zu besuchen, bekam, sondern auch im Zusammenhang mit Schwierigkeiten beim Ausfüllen von Formularen Abhilfe durch Marleen Altwein erfuhr. Sie empfahl Anna, das Angebot der Familienbildungsstätte konkret wahrzunehmen. Eva Dresler unterstützt die Familien kurzfristig und präventiv oder installiert langfristige Hilfen. Anna wurde von Eva Dresler beim Gang zum Jobcenter begleitet und dem Ausfüllen der entsprechenden Schreiben unterstützt.
„Ich fühlte mich von Anfang an bei der AWO gut betreut und aufgenommen“, erzählt Anna. Für die junge Mutter ist klar: „Bei einer zweiten Schwangerschaft werde ich wieder die Unterstützung der AWO-Einrichtungen in Anspruch nehmen.“ Dass die Beratungsstellen der AWO für junge Eltern aus Schwerin da sein können, ist jedoch nicht selbstverständlich. Die langjährige Förderung und Unterstützung durch Land und Stadt machen diese Arbeit erst möglich. (cd)

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