Migrationsberatung zieht um

Artikel Hauspost/Mai 2018: Mit zwei Beratern fing alles im Oktober 1991 an. Heute bereitet das elfköpfige Team des Fachdienstes Migration der AWO seinen Umzug in großzügigere Räumlichkeiten am Platz der Jugend vor. Dass der Bedarf nach dieser Betreuung groß ist, zeigt die Wartezeit von zwei Wochen bei der Terminvergabe. Obwohl die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung gut läuft, wünscht sich der Fachdienst an einigen Stellen etwas mehr Verständnis für die Zuwanderer seitens der Politik.

„Wir als Einheimische haben schon oft Probleme damit, die Bürokratie und das Bürokraten-Deutsch zu verstehen. Wie soll es da erst jemandem gehen, der aus einer Kultur kommt, in der alles per Handschlag geregelt wird?”, fragt sich Fachdienst-Leiterin Anett Kropp des öfteren. Der Umgang mit Vertragspapieren, Anträgen und Schriftverkehr mit dem Jobcenter – das sind die Hauptprobleme, mit denen die Kunden zur Migrationsberatung kommen. Vier Berater und sieben Sprachmittler, die insgesamt neun verschiedene Sprachen abdecken, stehen hier zur Verfügung. Weil der Andrang so groß ist, setzt die Beratungsstelle seit einiger Zeit auf eine Terminvergabe. Hier gibt es inzwischen eine Wartezeit, doch nur so können sich die Berater mit der nötigen Aufmerksamkeit um die Probleme der Zuwanderer kümmern. Gemeinsam mit den Sprachmittlern werden die Papiere übersetzt und die weiteren Schritte besprochen. 609 Kunden wurden so im vergangenen Jahr zu 5.484 Themen beraten. Das große Ziel bei alledem: den Kunden auf ein selbstständiges Leben in Schwerin vorzubereiten.
Zwischen dem 30. April und dem 4. Mai zieht die Beratungsstelle in ihre neuen Räumlichkeiten am Platz der Jugend 8 um. Dort ist der Fachdienst ab dem 7. Mai im zweiten Obergeschoss zu finden.

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