Ein cooles Projekt der Schwangerschaftsberatung – Wie fühlt es sich an, plötzlich rund um die Uhr für ein Baby verantwortlich zu sein? Genau diese Erfahrung können Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren im Rahmen des Projekts „Babybedenkzeit“ machen.
Unsere Kollegin Antje Paetsch aus der Schwangerschaftsberatung möchte mit diesem spannenden Projekt an Schulen gehen. Herzstück sind realitätsnahe Baby-Simulatoren. Die Puppen sehen echten Neugeborenen täuschend ähnlich, verfügen über moderne Technik und wiegen etwa 2,5 Kilogramm. Für 24 Stunden übernehmen die Jugendlichen die Verantwortung für ihr „Baby“ und erleben hautnah, was es bedeutet, sich um ein Kind zu kümmern.
Natürlich kann ein Tag nicht das gesamte Elternsein abbilden. Doch die Teilnehmenden bekommen einen realistischen Eindruck davon, wie sehr ein Baby den Alltag verändert – sei es beim Schlaf, in der Freizeit, in der Schule oder im Freundeskreis.
Vor dem geplanten Einsatz an Schulen hat Anke Page das Projekt bereits mit jungen Erwachsenen getestet. Max, Marie, Luisa und Lea, alle zwischen 16 und 20 Jahren, nahmen an einem Probelauf teil. Ihr Fazit fiel eindeutig aus: Sie waren überrascht, wie wenig Ruhepausen und Freizeit ihnen blieben. Besonders die unruhigen Nächte empfanden sie als anstrengend.
„Babybedenkzeit“ ist ein gelungenes Präventionsprojekt, das junge Menschen auf praktische und anschauliche Weise zum Nachdenken über Verantwortung, Familienplanung und die Herausforderungen des Elternseins anregt. Gleichzeitig macht das Projekt Spaß und vermittelt wichtige Erfahrungen, die im Unterricht allein kaum erlebbar wären.
Der Artikel über den Probelauf in der SVZ




